| Belvedere auf dem Klausberg (nahe Sanssouci) |
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Das Belvedere auf dem Klausberg wurde 1770 bis 1772
erbaut. Auf dem Bornstedter Höhenzug, der an den nördlichen Rand des
Parks Sanssouci grenzt, entstand das erste gemauerte Aussichtsgebäude
der preußischen Residenzstadt und in friderizianischer Zeit das letzte
Bauwerk mit Beziehung zum Park.
Im Jahr der Fertigstellung des Neuen Palais 1769, am Westrand des Parks
Sanssouci, begannen außerhalb des Parkgeländes die Arbeiten für eine
gärtnerische Nutzung. Am Südhang des Klausbergs wurden Obstbäume und
Weinreben gepflanzt und zur architektonischen Verschönerung mehrere
Gebäude gedacht, von denen lediglich das Belvedere und das zeitgleich
errichtete Drachenhaus zur Ausführung kamen. Neben seiner schmückenden
Funktion diente das Belvedere zu Lebzeiten Friedrichs des Großen, seinem
Namen entsprechend, der schönen Aussicht auf den Park Sanssouci und das
Umland.
Bei einer umfassenden zweiten Sanierung 1903 ließ Wilhelm II., der letzte
deutsche Kaiser, in die Treppenwangen einen Anrichte- und
Aufenthaltsraum für Bedienstete, sowie Sanitäranlagen einbauen, um der
kaiserlichen Familie kleine gesellige Aufenthalte in dem
Aussichtsgebäude zu ermöglichen.
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde das Belvedere fast
vollständig zerstört. Durch Artilleriebeschuss im April 1945 brannte es
aus und konnte in den folgenden Jahrzehnten nur notdürftig gesichert
werden. Die Münchner Messerschmitt Stiftung entschied 1990, den
Wiederaufbau zu finanzieren. Im September 2002 konnte das Belvedere auf
dem Klausberg der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
Berlin-Brandenburg übergeben werden.Quelle für
Text: "PotsdamWiki" (http://www.potsdam-wiki.de) |
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Aktualisierung:
17.01.2010 11:48 Uh
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