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Alter Friedhof
Neuer Friedhof
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Der Neue Friedhof im Potsdamer Stadtteil Teltower
Vorstadt liegt in der Heinrich-Mann-Allee (ehem. Saarmunder Straße)
gegenüber dem Alten Friedhof. Er wurde 1866 nach Plänen von Peter Joseph
Lenné mit einem sehr park- und waldähnlichen Charakter angelegt. Der
größte Friedhof in Potsdam hat sich mit den Jahren immer mehr nach Süden
in das Gebiet des Potsdamer Forstes ausgeweitet - bis zu seiner heutigen
Größe von 26 Hektar.
Zu den eindrucksvollen Grabmalen zählt das Familienbegräbnis des
Stuckateurs, Erfinders und Fabrikanten Friedrich Wilhelm Koch. Weiter
bekannte Persönlichkeit auf diesem Friedhof sind der Schriftsteller
Bernhard Kellermann, der königliche Vorleser Louis Schneider der
Physiker Hans Geiger, der Geschichtsforscher Leopold Freiherr von
Lebedur, der Gartenarchitekt Gustav Meyer, der Schriftsteller Eduard
Claudius, der Chemiker Maximilian Pflücke, der Landschaftsmaler Egon von
Kamenke, der Kirchenmusikdirektor und Spieler des Glockenspiels der
Garnisonkirche Professor Otto Becker, der Landschaftsmaler Heinrich
Basedow und Andere. |
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| Bevölkerungszahl von Potsdam:
1801 - 18.000 Einwohner
1871 - 44.000 Einwohner
1895 - 58.000 Einwohner
1925 - 67.000 Einwohner
1944 - 155.798 Einwohner
1945 - 135.186 Einwohner
1961 - 114.521 Einwohner
1989 - 141.430 Einwohner
2006 - 148.813 Einwohner |
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Quelle:
Potsdam-Wiki |
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Die Anlage eines weiteren Friedhofs
für die ständig wachsende Bevölkerung machte sich notwendig. 1861 war
der Kaufvertrag für eine 8 ha große Forstfläche auf der
gegenüberliegenden Seite des Alten Friedhofs abgeschlossen. Unter
erheblichen Aufwand an Planierungs- und Wegebauarbeiten entstand
zwischen 1863 und 1866 der Neue Friedhof Potsdam. Der gegenüberliegende
bis dato Neue Friedhof wurde fortan Alter Friedhof genannt.
Der Neue Friedhof Potsdam wurde in seiner Geschichte zweimal erweitert.
Der 1893 eingeweihte Teil ist nach Plänen des Friedhofsinspektors Rudolf
Kierski in Ahnlehnung an die Idee eines Parkfriedhofs unregelmäßig
gestaltet worden. Dabei wurden 6560 Bäume und 6000 Sträucher gepflanzt.
Noch heute trennen die Reste der ersten Friedhofsmauer beide Teile
voneinander. 1917 wurde nochmals ein Stück Wald von der Forstbehörde
erworben. Ein Teil der Fläche wurde mit im 1. Weltkrieg gefallenen
Soldaten als Ehrenfriedhof gestaltet. Im 2. Weltkrieg wurden die Anlagen
erweitert. Das Bombenopferehrenfeld 1 und 2 wurde eingerichtet. Auf dem
letzteren liegen überwiegend Verstorbene, die bei dem Bombenangriff auf
Potsdam in der Nacht vom 14. April zum 15. April 1945 ihr Leben lassen
mussten. |
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Der 2. Weltkrieg brachte
für den Alten und Neuen Friedhof fatale Zerstörung. In der Nacht zum 14.
April 1945 haben englische Flieger die Stadt Potsdam zerbombt.
Durch günstige Windverhältnisse wurden große Teile des Stadtzentrums von
der Zerstörung verschont, aber der Neue und Alte Friedhof Potsdam haben
große Schäden erleiden müssen. Dabei wurde der über Jahrzehnte
gewachsene Baumbestand stark beeinträchtigt. Aufgrund fehlender
Fachleute nach Kriegsende konnte der Baumbestand nicht fachgerecht
hergerichtet werden. Teilweise unbegründete Fällungen wurden in den
Nachfolgejahren durchgeführt. Noch heute zeigen sich bei
baumpflegerischen Maßnahmen auf beiden Friedhöfen die
Hinterlassenschaften des Krieges in Form von Granatsplittern im Holz der
Bäume. |
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In den 70er Jahren des 20.
Jahrhunderts dominierte der Verfall der Grabanlagen auf dem Alten und
Neuen Friedhof. Es bestand ein merkwürdiges Nebeneinander von totalem
Verfall und gut gepflegten Grabstellen, die wie Inseln in dem von der
Natur wieder
zurückeroberten Friedhofsgelände lagen. So gab es Ende der 70er Jahre
große Bestrebungen, wesentliche Teile des Alten Friedhofes zu verändern,
Parkplätze anzulegen und den bestehenden Komplex mit Verwaltungsgebäuden
zu erweitern. Dem stand der Denkmalschutz für die Gesamtanlage, die auf
die Gestaltung durch Peter Joseph Lennè zurückgeführt wurde, entgegen.
Trotz intensiver Recherchen im Archiv der Stadt Potsdam konnten keine
Pläne oder sonstige Unterlagen über Lennes Schaffen gefunden werden. Die
geplante Bebauung des Alten Friedhofs konnte nur durch folgende Idee
verhindert werden.
Die damalige SED-Bezirksleitung suchte für ihre verstorbenen Genossen
Beisetzungsflächen. Ein Beschluss zur Umgestaltung des Alten Friedhof
mit einer langfristigen Nutzung als Ehrenfriedhof wurde am 24. Juni 1980
gefasst. Die Verantwortlichen der Friedhofsverwaltung waren mit der
zukünftigen Nutzung nicht glücklich, der Fortbestand des Friedhofes war
aber somit gesichert. Trotzdem wurden eingreifende Maßnahmen im
Gehölzbestand und an den vorhandenen Grabanlagen vorgenommen. Die
Linden-Allee im Wegekreuz des Friedhofs, wahrscheinlich nach Plänen von
Peter Joseph Lenne angelegt, wurde dabei entfernt. Alte historische
Grabmale und Grabstätten konnten teilweise gerettet und wurden in die
Neugestaltung einbezogen werden. |
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Kriegsgräberstätte auf dem Neuen Friedhof
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17.01.2010 11:48 Uh
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