Schon um 1778 so benannte Straße westlich des »Holländischen
Bassins«, das mit dem Heiligen See über die heutige Behlertstraße mit dem Stadtkanal verbunden war. 1871-1876 wegen  Geruchsbelädtigung zugeschüttet.
   
Der Bassin 1910 mit "Gloriette"

(Bild nicht vom Autor)

Der Bassinplatz um 1940?

(Bild nicht vom Autor)

 

 

 

 

 

Die zweite Stadterweiterung umfasste auch die Trockenlegung des Sumpfgebietes "Fauler See", das sich bis zum "Heiliger See" erstreckte. Beim Bau des "Holländischen Viertel" wurde seitwärts ein "Bassin" angelegt, dass zur Entwässerung und  zur Absenkung des Grundwassers diente. Zur Verschönerung setzte man auf einer künstlichen Insel einen Pavillon. Das umliegende Bassin diente als "Kahnfahrt". Wegen Geruchsbelästigung wurde das "Bassin" letztendlich zugeschüttet.

Jede Generation gestaltete den Platz um. Nach 1945 wurde ein Ehrenfriedhof der sowjetischen Besatzungsmacht angelegt. Teile dienten als Busbahnhof und Markt. Zur Zeit wird auf einem Teil des "Bassin" ein Markt abgehalten.

Der Bassinplatz

1966

Der Bassinplatz wird Zentraler Busbahnhof.

   

Der Busbahnhof erhält ein Dach. Dagegen protestierten viele Potsdamer Bürger: "das verschandelt den gesamten Platz und behindert den Blick auf die Kirche" >>

   

Die Seite des Bassinplatzes, welche zur Gutenbergstrasse zeigt wird als Marktplatz genutzt.

 

Der sowjetische Friedhof mit Ehrenmal

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gloriette abgetragen und ein Friedhof für sowjetische Soldaten mit einem Obeliskendenkmal an dieser Stelle errichtet. In den vergangenen Jahrzehnten fanden am 23. Februar Gedenkveranstaltungen für die Verstorbenen statt. Dazu kamen auch die Angehörigen aus der Sowjetunion. Potsdamer Bürger mussten daran teilnehmen. Sie wurden von ihren Betrieben dafür von der Arbeit freigestellt. Die Soldaten waren damals in den Lazaretten der Stadt Potsdam an ihren Verletzungen und Krankheiten verstorben.

Dem aufmerksamen Betrachter dieser Anlage fällt auf, dass dort wesentlich mehr Offiziere und Unteroffiziere als einfache Soldaten ihre letzte Ruhe fanden.

   
Nach dem Abzug der sowjetischen Besatzungstruppen versuchte die Stadt Potsdam diese Anlage zur Kriegsgräberstätte an der Michendorfer Chaussee zu verlegen. Internationale Abkommen standen dem entgegen.

 

Die Häuser um den Bassinplatz

   
   

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˂  1974

3 Fotos

2006 >

Die Häuser der Straße Am Bassin schließen den Bassinplatz im Westen ab. Die zwischen 1773 und 1785 erbaute Häuserzeile weist einheitlich dreigeschossige, giebelgeschmückte Backsteinhäuser im holländischen Stil auf. Diese Häuser bilden eine Ausnahme in der friderizianischen Architektur. Sie zeigen, dass Friedrich II. trotz abweichender architektonischer Auffassung bereit war, das Erbe seines Vaters Friedrich Wilhelm I. zu akzeptieren.

Das Mauerwerk der Häuser Am Bassin besteht aus roten Rathenower Backsteinen, die im Kreuzverband gemauert wurden.

 

Die Kirchen

St. Peter & Paul Französische Kirche
   
An dem Platz wurden zwei Kirchen erbaut. Die Französische Kirche wurde bereits 1752 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff für die verfolgten Hugenotten aus Frankreich errichtet. Die innere Gestalt der Kirche geht auf Karl Friedrich Schinkel zurück. Der Bau der katholischen St. Peter und Paul Kirche erfolgte 1867 bis 1870 nach Plänen von August Stüler und Wilhelm Salzenburg.
   

   
   
   

   
 
   

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25.01.2010 21:11 Uh

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